Die sechs Schritte zum eigenen Onlineshop
Ein Onlineshop, der verkauft, beginnt nicht beim Design, sondern bei der Frage, was man an wen mit welcher Marge verkauft. Das ist die Reihenfolge, der wir bei Webimpacto mit jeder Marke folgen, die ihren ersten Onlineshop startet oder den bestehenden erneuert.
- Modell: welche Produkte, zu welchem Preis, mit welcher Marge nach Versand, Retouren und Gebühren.
- Plattform: Shopify, PrestaShop, WooCommerce, Adobe Commerce oder VTEX, je nach Projekt.
- Katalog: vollständige Produktseiten, gute Fotos und geordnete Attribute vom ersten Tag an.
- Design und Nutzererlebnis: Startseite, Kategorieseiten, Produktseite und Warenkorb für Mobile gedacht.
- Zahlung, Versand und Rechtliches: Zahlungsanbieter, Versanddienstleister, AGB, Datenschutz und Cookies.
- Launch und Kundengewinnung: Webanalyse ab dem ersten Tag, SEO und Kampagnen.
Welche Plattform man wählt
Shopify ist die schnellste Option mit dem geringsten Wartungsaufwand: Die Plattform kümmert sich um Server, Sicherheit und Updates. Sie passt zu den meisten Konsumgütermarken, auch wenn sie in mehreren Ländern verkaufen.
PrestaShop und WooCommerce sind Open Source: mehr Freiheit und keine Plattformgebühr, dafür trägt man Hosting, Updates und Modulkompatibilität selbst. Sie funktionieren gut bei einfachen Katalogen oder mit eigenem Technikteam.
Adobe Commerce und VTEX sind für große, komplexe Geschäfte gedacht: viele Märkte, riesige Kataloge oder sehr spezielle B2B-Anforderungen. VTEX ist zudem in Lateinamerika sehr stark.
- Kleiner oder mittlerer Katalog ohne Technikteam: Shopify.
- Mehrere Länder, Abos oder Ladengeschäft: Shopify mit Markets und POS.
- Sehr spezieller Katalog und eigenes Technikteam: PrestaShop oder WooCommerce.
- Großunternehmen mit stark individualisierten Prozessen: Adobe Commerce oder VTEX.
Was ein Onlineshop kostet
Die Kosten haben zwei Teile. Der erste ist der Aufbau: Design, Entwicklung, Katalogpflege, Integrationen und Konfiguration. Er hängt vor allem davon ab, wie stark individualisiert wird und wie viele Systeme anzubinden sind: Ein Shop auf einem angepassten Theme kostet nicht dasselbe wie einer mit individuellem Design und integriertem ERP.
Der zweite sind die monatlichen Kosten: Plattformgebühr oder Hosting, Gebühren des Zahlungsanbieters, Apps oder Module, Wartung und Support. Bei Shopify reichen die Standardtarife zum Beispiel von einigen Dutzend bis einigen Hundert Dollar im Monat, und Shopify Plus beginnt laut offizieller Preisseite bei 2.300 Dollar im Monat.
Der häufigste Fehler ist, nur den Aufbau zu budgetieren. Ein Shop ohne Traffic verkauft nicht: Planen Sie von Anfang an Budget für SEO, Kampagnen und Inhalte ein.
Wie lange es dauert
Die Dauer hängt vom Umfang ab. Ein Shop auf einem angepassten Theme mit vorbereitetem Katalog und ohne komplexe Integrationen kann in wenigen Wochen starten. Ein Projekt mit individuellem Design, mehreren Shops oder Sprachen und ERP-Integration dauert mehrere Monate.
Was einen Launch am meisten verzögert, ist fast nie die Technik: Es sind die Inhalte (Produktseiten, Fotos, Rechtstexte) und offene Entscheidungen auf Seiten der Marke. Deshalb sollte man Katalog und Fotos parallel zur Entwicklung vorbereiten.
Fehler, die man vermeiden sollte
Wir haben viele Shops gesehen, die nach einem Jahr neu gebaut werden müssen. Fast immer aus denselben Gründen, die sich alle vermeiden lassen, wenn man sie vor dem Start bedenkt.
- Die Plattform nach dem Einstiegspreis wählen statt nach den Gesamtkosten über drei Jahre.
- Mit unvollständigen Produktseiten und Herstellerfotos starten: Das ist das Erste, was der Kunde sieht, und es beeinflusst die Conversion am stärksten.
- Nicht ab dem ersten Tag messen: Ohne korrekt eingerichtete Webanalyse weiß man nicht, was funktioniert.
- Für Desktop designen, obwohl die meisten Besuche mobil kommen.
- SEO beim Launch vergessen: URLs, Weiterleitungen und strukturierte Daten sind günstiger, wenn man sie von Anfang an richtig macht.
Häufige Fragen
Welche Plattform eignet sich am besten für einen kleinen Onlineshop?
Für die meisten kleinen Shops Shopify: schneller Start, keine technische Wartung und wächst mit dem Geschäft. PrestaShop oder WooCommerce passen, wenn ein Technikteam sie warten kann.
Was kostet der Betrieb eines Onlineshops pro Monat?
Das hängt von Plattform und Größe ab. Zu addieren sind Abo oder Hosting, Zahlungsgebühren, Apps oder Module, Wartung und vor allem die Investition in Traffic.
Muss ich ein Gewerbe anmelden, um online zu verkaufen?
Wer regelmäßig verkauft, muss als Selbstständiger oder Unternehmen angemeldet sein, die steuerlichen Pflichten erfüllen und AGB, Impressum sowie Datenschutz- und Cookie-Richtlinien veröffentlichen. Lassen Sie sich dazu beraten.
Wir sagen Ihnen unverbindlich, was wir in Ihrem Fall tun würden. Es antwortet ein Mensch aus dem Team.
