Was Shopify POS ist
Shopify POS (Point of Sale) ist die Kassen-App von Shopify. Sie läuft auf Tablet oder Smartphone, mit kompatiblen Kartenlesern und Peripheriegeräten, und ist mit derselben Verwaltung verbunden wie der Onlineshop.
Das heißt: Ein Produkt, sein Preis und sein Bestand existieren nur einmal. Wird im Laden verkauft, sinkt der Bestand auch online; kauft ein Kunde auf der Website, sieht der Verkäufer im Laden dasselbe Kundenprofil.
Was es ermöglicht
Über das Kassieren hinaus ermöglicht die vernetzte Kasse kanalübergreifende Verkäufe, die für eine Marke mit Läden den größten Mehrwert bringen.
- Online kaufen und im Laden abholen.
- Im Laden ein Produkt verkaufen, das vor Ort fehlt, und es aus dem Lager nach Hause schicken.
- Online Gekauftes im Laden zurückgeben oder umtauschen und umgekehrt.
- Die Kundenhistorie und Käufe über alle Kanäle sehen.
- Bestand nach Standort und Umlagerungen zwischen Läden verwalten.
- Mitarbeitende verwalten, mit Berechtigungen und Umsatz pro Person.
Basis-POS, POS Pro und Shopify Plus
Alle Shopify-Tarife enthalten die Basiskasse, die für Events, Pop-ups oder einen kleinen Laden ausreicht.
POS Pro ergänzt die Funktionen, die ein Ladengeschäft im Tagesbetrieb braucht: erweiterte Bestandsverwaltung, Mitarbeiterberechtigungen, Berichte pro Laden und Mitarbeitendem sowie mehr Omnichannel-Verkaufsoptionen. Laut Shopify-Preisseite kostet es 89 Dollar pro Monat und Standort in den Tarifen Basic, Grow und Advanced, während Shopify Plus bis zu 20 Standorte enthält.
Wann es sinnvoll ist
Shopify POS passt besonders zu Marken, die bereits mit Shopify online verkaufen und eigene Läden, Shop-in-Shops oder Pop-ups haben oder eröffnen. Vereinte Kanäle vermeiden doppelte Kataloge, Bestandsabweichungen und doppelte Kunden in zwei Systemen.
Bei Ketten mit vielen Läden liegt die Herausforderung meist eher in der ERP-Anbindung und den Ladenprozessen als in der Technik. Im Projekt für Misako zum Beispiel verbindet die Plattform 220 Läden.
Wie man es einführt
Ein geordneter Rollout beginnt mit einem Pilotladen und mit dem Bestand. Vor der Eröffnung muss der Bestand jedes Standorts korrekt eingepflegt und die Regeln für Versand und Abholung festgelegt sein.
- Katalog und Bestand pro Standort prüfen.
- Hardware auswählen und testen: Kartenleser, Bondrucker, Kassenschublade und Barcodescanner.
- Omnichannel-Abläufe festlegen: Abholung, Versand aus dem Laden und Retouren.
- Mitarbeitende in einem Pilotladen schulen, bevor man auf die anderen Läden ausweitet.
- ERP und Buchhaltung anbinden, damit die Ladenverkäufe stimmen.
Häufige Fragen
Ist Shopify POS in Shopify enthalten?
Die Basisversion ja, in allen Tarifen. Erweiterte Funktionen für Ladengeschäfte erfordern POS Pro, das pro Standort berechnet wird, außer bei Shopify Plus, das bis zu 20 Standorte enthält.
Funktioniert Shopify POS ohne Internet?
Es kann eine Zeit lang offline Bargeld und einige Zahlungsarten annehmen, braucht aber eine Verbindung, um Verkäufe und Bestand zu synchronisieren. Eine Ersatzverbindung im Laden ist sinnvoll.
Kann ich Shopify POS nutzen, wenn mein Onlineshop nicht auf Shopify läuft?
Das Kassensystem ist für die Shopify-Verwaltung ausgelegt. Läuft der Onlineshop auf einer anderen Plattform, plant man meist eine Migration oder ein Integrationsprojekt.
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